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Unter den ansonsten geächteten Blutsaugern ist der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) eine Ausnahme.
Der Verwandte des Regenwurms hat es in der Heilkunde zu Ansehen gebracht.
Seit 3.000 Jahren werden Blutegel verwendet, um Patienten zur Ader zu lassen.
In seinem Speichel befinden sich viele hochwirksame Substanzen, die eine entzündungshemmende, schmerzlindernde- und antibiotische Wirkung besitzen.
In der Tierheilpraxis werden Blutegel eingesetzt z. B.
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bei Pferden: bei akuten Erkankungen wie Hufrehe, traumatisch bedingter Arthritis und Sehnenentzündung, Arthrose, Nackenbeule, Hämatome, Spat, Podotrochlose Hufrollenerkrankung), Gonarthrose (Kniegelenksarthrose) u.a.
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bei Hunden: bei Arthrose, Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogengelenksdysplasie, akuter Discopathie (Bandscheibenschaden, Teckellähme), Spondylosen, Hämatome u. a.
Der Biss eines Blutegels ist nicht schmerzhaft; er wird beschrieben wie “Brennnesselstiche”, “Mückenstiche”, “ein leichtes Ziehen” oder sogar als “völlig schmerzfrei”.
Die Behandlung nimmt etwas Zeit in Anspruch, denn es kann dauern, bis der Egel satt ist.
Das Nachbluten ist erwünscht und sollte nicht gestoppt werden.
Innere Organe wie Leber, Niere und Herz werden nicht belastet.
Daher ist die Blutegeltherapie auch bei älteren Tieren gut anwendbar.
Für die Blutegeltherapie verwende ich nur medizinische Blutegel.
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